Archiv für Mai 2009

Opis und geschulte Nazis

Die NPD in Leipzig vor den Kommunalwahlen. Ein Gespräch mit dem freien Journalisten Christian Werner (mehr…)

NPD Vorsitzende aktiv im Wahlkampf

Die NPD führt ihren Wahlkampf in Leipzig nicht nur mit Plakaten und Aufklebern (z.B. in Grünau mit den Worten: „Tschüß, Ali! Grünau bleibt deutsch“) sondern auch mit dem entfernen von Plakaten. Blöd nur, dass die „Damit-Leipzig-sicher-wird“-Partei damit nicht nur Sachbeschädigung begeht, sondern auch noch ihren Stadtvorsitzenden dabei erwischen lässt. Noch blöder, dass der Landesvorsitzende irgendwie auch mit dabei war.

Hier der zugehörige LVZ Artikel vom 22.05.:
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NPD Kandidat droht mit Messer

Der Kandidat der NPD im Wahlkreis 8 hat nach einem Bericht von leipzig.noblogs.org einen anderen Menschen mit einem Messer bedroht. Der Aktivist der „Freien Käfte Leipzig“ ist bereits durch ein Gerichtsverfahren und die Ausschlachtung des Todes seiner Nichte Michelle bekannt.

Mehr lesen auf leipzig.noblogs.org >> hier

Broschüre: Die NPD in Leipzig und die Wahlen 2009

Mit etwas Verspätung freuen wir uns, unsere angekündigte Broschüre zum Thema NPD und Wahlen 2009 in Leipzig zu veröffentlichen. Diese wird es in ein paar Tagen frisch gedruckt im Linxxnet und und Liebknechthaus geben. Bereits ab heute steht sie außerdem als Onlineversion zum Download bereit. Viel Spaß beim Lesen!

>> Broschüre ansehen/downloaden [PDF]

>> Mehr zum Thema

8. Mai retrospektiv

Am 8. Mai fanden in Leipzig verschiedene Aktionen zum Tag der Befreiung statt. Von 11:00 bis 14:00 hatte die AG Antifa einen Stand in der Innenstadt.

Bei Musik (Swing, Pop und Electro) gab es kostenlose Cocktails sowie Burger gegen eine Spende. Durch die Dekoration (siehe Bilder), eine von uns produzierte >> Jiingle sowie verschiedene Gespräche sollte auf den 8. Mai als Tag der Befreiung hingewiesen werden. Bereits im Vorfeld hatten wir eine 3-teilige Aufkleberserie zum Thema veröffentlicht.

Diese sowie die Jiingle findet ihr unter >> Material.

Darüber hinaus fand ab 14:30 Uhr eine Demonstration mit rund 350 Teilnehmer_innen durch die Innenstadt bis zum Südplatz statt. Ein Kurzbericht, wie auch den Aufruf und die Redebeiträge finden sich >> hier. Bilder gibt’s bei >> LVZ Online.

Am Abend fand schließlich am Connewitzer Kreuz noch die antifaschistische Kundgebung >> „Rock am Kreuz“ mit verschiedenen musikalischen Auftritten statt. Insgesamt war in Leipzig also von 11:00 bis 23:00 Uhr möglich den Tag der Befreiung ausgiebig zu feiern.

In Grünau versuchten Nazis der „Jungen Nationaldemokraten“ unterdies, mit Plakaten auf ihre geschichtsrevisionistische Sicht auf den 8. Mai aufmerksam zu machen.

8. Mai – Tag der Befreiung

Anlässlich des 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, wollen wir (wie auch andere) wieder feiern. Dazu hben wir am 8. Mai von 11:00 bis 14:00 Uhr einen Stand auf dem Nikolaikirchhof, bei dem es unter anderem zu Swing-Musik Cocktails und Burger gibt.

Hier unser Aufruf:

Aufruf – 8. Mai – Wer nicht feiert hat verloren

Am 8. Mai kapitulierten nach 6 Jahren Krieg alle Teile der Armee des nationalsozialistischen Deutschen Reiches vor den Alliierten. Der zweite Weltkrieg und die institutionelle Herrschaft der NS-Eliten waren damit beendet. Mit der deutschen Barbarei wurden zudem der Holocaust wie auch andere Morde und Gräueltaten der Deutschen gestoppt. Die Alliierten Truppenverbände haben die von der nationalsozialistischen Gewalt Unterdrückten und misshandelten Menschen befreit – und den Täterinnen und Tätern die Instrumente ihrer brutalen Gewaltherrschaft abgenommen.

In der Erinnerungs- und Gedenkkultur spielt der 8. Mai in vielen Staaten noch immer eine große Rolle, in Frankreich, Tschechien und der Slowakei ist er ein Feiertag. In Russland, Weißrussland und der Ukraine wird die Befreiung vom Nationalsozialismus am 9. Mai gefeiert. In der Bundesrepublik hingegen ist der 8. Mai gesellschaftlich wie auch institutionell de facto irrelevant – lediglich in Mecklenburg-Vorpommern ist er offizieller Gedenktag.

Im „Supergedenkjahr 2009″ wird in der Bundesrepublik vor allem dem Mauerfall, den Montagsdemonstrationen und 60 Jahren Grundgesetz gedacht. Vor lauter Selbstzelebrierung kann eine differenzierte Geschichtsbetrachtung dabei wohl eher nicht erwartet werden. Im Gegenteil: Die Gleichsetzung von Nationalsozialismus und DDR hat in diesem Jahr wieder Hochkonjunktur. Mit den Feierlichkeiten zu 60 Jahren Grundgesetz wird zudem eine demokratische Tradition gefeiert, die so gesellschaftlich gar nicht da ist. Ausgrenzungmechanismen und Diskriminierung sind weit verbreitete Denkmuster. An den Stammtischen kommen fremdenfeindliche Sprüche noch immer besser als Lobreden auf die Demokratie. Was als Kritik an der Demokratie daherkommt, ist meist keine Kritik, die mehr Demokratie einfordert, sondern oftmals eine Ablehnung der Demokratie an sich.

Ebenso bedenklich und bezeichnend für der historischen Mehrheitsdiskurs war die Stilisierung des Deutschlandretters Stauffenberg zu einer Ikone des antifaschistischen Widerstands. In völliger Verdrehung der Geschichte wurde ein Wehrmachtsoffizier, der sich am deutschen Vernichtungsfeldzug so lange nicht störte, bis dieser zu Scheitern drohte, so zum Helden der Republik.

Wir wollen am 8. Mai die Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands und die Befreiung all jener feiern, die vom Nationalsozialismus und seiner zahlreichen Helferinnen und Helfern unterdrückt, misshandelt und ausgebeutet wurden. Wir sagen außerdem ausdrücklich Danke an alle, die die Befreiung ermöglicht haben: Den Alliierten, den Partisaninnen und Partisanen, den Widerstandskämpfern und Widerstandskämpferinnen und allen anderen, die die Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands ermöglicht haben.

Darum laden wir alle herzlich ein, gemeinsam mit uns den 8. Mai auf dem Nikolaikirchhof von 11:00 bis 14:00 Uhr als Tag der Befreiung zu feiern. Bei Swing und gutem Wetter gibt’s Burger und Cocktails.