Neuterminierung: Verschobene Veranstaltung nun am 6. April

Die Veranstaltung „Der Untergrund – subkulturelle Wurzeln radikaler Theorie und Praxis ab 1900″ aus unserer Reihe „Quatsch mit rot-brauner Soße?!“ haben wir auf Grund einer großen antifaschistischen Demonstration am 12. Januar (nach dem Naziüberfall auf Connewitz am 11. Januar) verschoben.

Der neue Termin lautet: Mi. 6. April 2016 um 19:00 Uhr im linXXnet

Hier die Veranstaltungsankündigung:

06.04.16 Mittwoch 19:00 Uhr – linXXnet / Bornaische Str. 3d
Der Untergrund – subkulturelle Wurzeln radikaler Theorie und Praxis ab 1900

Wenn heutzutage von Rechtsradikalen Landkommunen gegründet werden, Linke gemeinsam mit Verschwörungstheoretikern für den Weltfrieden und gegen TTIP demonstrieren oder Nazis eine vegane Kochshow auf youtube präsentieren, herrscht zuweilen Irritation. Dringen hier „Rechte“ in „Linke“ Lebenswelten ein oder steckt dahinter gar eine gezielte neue „Querfrontstrategie“? Warum gelingt es mitunter scheinbar mühelos eine Verbindung zwischen zwei eigentlich völlig gegensätzlichen politischen Welten herzustellen? Antworten auf solche Fragen kann ein Blick in die Vergangenheit liefern. Er führt zurück zu den Wurzeln einer Szene, welche mit heutigen Begriffen als „alternativ“, „subkulturell“, „underground“ oder einfach als Bohème bezeichnet werden kann, zu einer Gegenkultur gegen den gesellschaftlichen Mainstream, die sich in ihrer Ablehnung der modernen Gesellschaft einig war und nach neuen, revolutionären Wegen zur Befreiung des Menschen suchte. Sie vereinte Künstler*innen, Intellektuelle, Philosoph*innen, Dichter*innen, Schriftsteller*innen, christliche Sozialist*innen, ökologische Anarchist*innen, Rassist*innen, Antisemiten, Jüd*innen, Feminist*innen, Esoteriker*innen, Lebensreformer*innen und Pädagog*innen. Sie hinterließen ein Erbe, welches bis heute wirksam ist.

mit: Patrick Pritscha (Chemnitz), Kulturwissenschaftler und Historiker.