Archiv der Kategorie 'Nazivorfall'

Erneut zugespitztes Naziproblem in Reudnitz

Das Ladenschlussbündnis ist zurück und verweist auf seiner Website auf ein erneut zugespitztes Naziproblem, einen neuen Naziladen sowie Übergriffe und Bedrohungen im Leipziger Osten. So schreibt das Ladenschlussbündnis:

In der Silvesternacht nahmen die Ereignisse einen vorläufigen negativen Höhepunkt. Ca. 30 Besucher der von den Nazis angemieteten Wohnungen randalierten im Haus Lange Straße 15. Nachbarn beobachteten, dass sie auf der Straße vor dem Haus mit ungewöhnlich kräftigen Böllern zwei Autos angriffen und diese zerstörten. Außerdem beleidigten die feiernden Nazis unbeteiligte Personen und griffen auch diese mit Böllern an.

Bereits einige Jahre zuvor hatten Nazis im Leipziger Osten mit Demonstrationen für die Todesstrafe und Angriffen auf ein Wohnhaus negative Präsenz gezeigt.

Neues Nazigeschäft in Leipzig

In Leipzig hat vor kurzem ein neues Nazigeschäft in Redunitz eröffnet. Nachdem bereits auf Indymedia einige Informationen zu finden waren, hat das (ex-)Ladenschlussbündnis eine Pressemitteilung dazu herausgegeben:

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Sammelseite zur „Braunen Zelle“

Der Landesverband Thüringen von DIE LINKE hat eine umfangreiche Übersichts- und Sammelseite zu der rechtsterroristischen „Braunen Zelle“ erstellt, auf der von parlamentarischen Anfragen und Antworten, Presseberichten und Informationen zur Thüringer Naziszene allerlei zu finden ist. Zur Seite geht’s hier.

NPD in Leipzig mit Waffen

Nach einem Bericht des Antifa-Magazins GAMMA haben sich NPD-Aktivisten in Leipzig mit scharfen Waffen eingedeckt:

In einer E-Mail vom 8. Juli 2011 rühmt sich der Borsdorfer Gerd Fritzsche damit, den drei Personen “durch den Reservistenverband der Bundeswehr in Leipzig” sowohl Waffen als auch die vorgeschriebenen Waffenbesitzkarten besorgt zu haben. Die E-Mail ist unten im vollen Wortlaut dokumentiert.

Hier geht’s zum Bericht des GAMMA.

Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik der Landtagsfraktion der LINKEN hat in einer Pressemitteilung angekündigt, der Sache auch parlamentarisch nachgehen zu wollen:

Ich sehe in dieser Angelegenheit erheblichen Klärungsbedarf. [..] Für mich stellt sich auch die Frage, ob hier nur die Spitze eines Eisberges sichtbar wird und die Bewaffnung der NPD über die genannten drei Personen hinausgeht. [..] Ich werde auf allen mir zur Verfügung stehenden parlamentarischen Wegen Auskunft von der Staatsregierung über diesen Komplex verlangen. Daneben habe die die fraglichen Mails der Polizei übergeben und Strafantrag gestellt.

Die antifaschistische Kampagne Fence Off! hat zudem einen kleinen Pressespiegel bereitgestellt.

MDR zu Nazis in Limbach-Oberfrohna

MDR exakt berichtet in diesem knapp 7 Minuten langen Beitrag (Video, MDR Mediathek) über die Aktivitäten von Nazis an einer Schule im sächsischen Limbach-Oberfrohna.

LVZ-Blog zu nazistischen Vorfällen beim Bornaer SV

Im LVZ Blog findet sich ein kurzer Bericht zu nazistischen Vorfällen beim Spiel Bornaer SV gegen den Roten Stern Leipzig. Dieser musste sich bereits beim Spiel gegen SG Leipzig-Leutzsch antisemitische und rassistische Gesänge in großem Ausnmaß anhören. (Sehr gut dokumentiert: hier) Das Verfahren gegen die SG Leipzig-Leutzsch wurde vom Sportgericht jedoch eingestellt.

Freitag 27.08.: Antifaschistische Demonstration in Leipzig

Nach Naziübergriffen in Osteuropa findet am Freitag, den 27.08. in Leipzig eine antifaschistische Demonstration statt. Beginn ist 19:00 Uhr an der Karl-Liebknecht-Str. Ecke Scharnhorststr ( nähe Kant-Gymnasium).

Der Aufruf:

Kein Angriff bleibt unbeantwortet!
Никакое нападение не остаётся безответным

Solidarität mit allen Opfern faschistischer Gewalt – Weltweit!
Солидарностъ со всеми жертвами фашистского насилия по всему миру

Wenn in Kiew bei einem Fußballspiel durch Transparente Solidarität mit inhaftierten Antifaschist_innen aus Russland ausgedrückt wird, muss Mensch um das eigene Leben bangen. Ein junger Mann der sich am 15. August dieser – in der rechts-geprägten Fußballszene der Ukraine – ungewöhnlichen Geste anschloss, liegt mit mehreren Stichwunden in der Lunge im Krankenhaus. Nach dem Spiel wurden die als antirassistisch und antifaschistisch geltenden Arsenal Kiew-Fans von 50 Neonazis überfallen. Die Angreifer waren mit Messern und Schlagringen bewaffnet und riefen „Heil Hitler“ und „White Power“. Während des Kampfes drohten die Neonazis, die Arsenal Kiew-Fans umzubringen – einem bewusstlos auf dem Boden liegenden Antifaschist wurde mit einem Messer erst in den Brustkorb und anschließend drei Mal in den Rücken gestochen. Seine Lunge wurde schwer verletzt, nach einer Operation ist sein Zustand zunächst stabil. Ein anderer Antifaschist wurde mit herausgeschlagenen Zähnen, vorübergehendem Gedächtnisverlust und Gehirnverletzung ins Krankenhaus gebracht. Andere Arsenal-Fans erlitten unterschiedlichste Verletzungen, u.a. schwere Verbrennungen im Gesicht. Nur einen Tag vorher stürmten in Pushkin (südlich von St. Petersburg) etwa 100 – laut Augenzeug_innen paramilitärisch organisierte – teilweise Vermummte ein Stadion und gingen u.a. mit Schreckschusswaffen, Messern und Wurfgeschossen auf die anwesenden linken Fußballfans los. Einige der Angreifer waren bereits durch andere Übergriffe mit neonazistischem Hintergrund einschlägig bekannt. Auch hier ist es reine Glückssache, dass es keine Toten gab. Die Polizist_innen vor Ort griffen weder ein noch forderten sie Verstärkung an.

Dem Vorgehen der militanten Neonazis liegt ein Trend zu Grunde: In Russland gab es im Jahr 2008 110 rassistisch motivierte Morde, 2009 waren es 71. Die Zahlen für die Ukraine sind unzuverlässiger, da auch hier die Strafverfolgungsbehörden häufig die Verfolgung der Straftaten verweigern und aktiv an der Beschneidung der Rechte der Opfergruppen durch Erpressung, Drohung und Anwendung physischer Gewalt beteiligt sind.

In zahlreichen osteuropäischen Staaten organisiert sich eine radikale Rechte, die nicht mehr Randgruppe, sondern schon tief verwurzelt im Bewusstsein und politischen Handeln der Gesellschaft ist. Bewaffnete rechte Milizen trainieren in der Ukraine und in Russland für die Machtübernahme. Nazis verüben Anschläge und Morde gegen Migrant_innen aus dem Kaukasus. Mobs aus Bürgern, Neo-Nazis und Staatsmacht greifen gemeinsam Gay-Pride-Paraden wie z.B. in Warschau, Budapest oder Moskau an. Auch in Deutschland haben Quantität und Qualität von Naziübergriffen in den letzten Jahren und Wochen zugenommen. So kam es in der letzten Woche zu 2 Brandanschläge auf linke Wohnprojekte in Dresden. Auch in Freiberg wurden Geschäfte von Migranten_innen angezündet. In Chemnitz, Radeberg und Meerane wurden ebenfalls in den letzten Wochen linke Projekt und Menschen von Nazis angegriffen.

Wir wollen mit der Demonstration uns mit jenen Menschen solidarisieren, die sich offen gegen die Nazis stellen und dafür ermordet, verletzt und verfolgt werden. Wir sind nicht bereit dem Schweigen und verharmlosen der Angriffe weiter tatenlos zu zuschauen. Wir wollen unsere Solidarität auf die Straße tragen und lautstark und unmissverständlich unseren Protest vor der russischen und ukrainischen Vertretung üben, denn in der Ukraine als auch in Russland wollen die Ermittlungsbehörden von ideologisch-politischen Hintergründen der Taten nichts wissen, die Angriffe werden als Hooliganismus und somit unpolitisch abgetan.

Zeigen wir, dass uns die Opfer des Naziterrors, egal ob in Russland, der Ukraine, Deutschland oder weltweit, nicht egal sind!
Siempre Antifascista!

Antifaschistische Demonstration
Fr. 27.8. 19:00h
Karl-Liebknecht-Str. Ecke Scharnhorststr. (Kant-Gymnasium)

Naziangriff auf „Café Knicklicht“?

Bei dem an der Arbeit des Bündnis 17.10.beteiligte Café Knicklicht in Reunditz wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober (Fr. – Sa.) die Scheiben eingeworfen. Dass dieser Vorfall von Nazis ausging dürfte angesichts des Kontexts nicht unwahrscheinlich sein.

>>> Pressemitteilung des Bündnis‘ 17.10.

Neonazikonzerte in einem ehemaligen KZ-Außenlager…

Wie die Stadt Leipzig in der Ratsversammlung vom 17.6. bestätigte, fand in der Kamenzer Straße 10/12 im Nordosten der Stadt bis dato zumindest ein solches Konzert statt – von dem die Polizei erfahren hat (mehr…)

NPD Vorsitzende aktiv im Wahlkampf

Die NPD führt ihren Wahlkampf in Leipzig nicht nur mit Plakaten und Aufklebern (z.B. in Grünau mit den Worten: „Tschüß, Ali! Grünau bleibt deutsch“) sondern auch mit dem entfernen von Plakaten. Blöd nur, dass die „Damit-Leipzig-sicher-wird“-Partei damit nicht nur Sachbeschädigung begeht, sondern auch noch ihren Stadtvorsitzenden dabei erwischen lässt. Noch blöder, dass der Landesvorsitzende irgendwie auch mit dabei war.

Hier der zugehörige LVZ Artikel vom 22.05.:
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